Einleitung

Ferngläser scheint es in einer schier unübersehbaren Auswahl zu geben, so dass der Laie oft bei der Wahl überfordert ist. Auch sind die Modelle oft mit verwirrenden Kennzahlen und Beschreibungen definiert, die nicht leicht zu verstehen sind.

Einfaches Linsen- oder Umkehrprinzip

Grundsätzlich können Ferngläser auf unterschiedlicher Linsentechnik beruhen. Das Theaterglas mit seiner geringen Vergrößerung kommt mit dem einfachen Linsenprinzip aus, während die anderen Fernglas-Modelle mit einer zusätzlichen Umkehrlinsen arbeiten. Hier ist also eine erste Entscheidung zu treffen.

Auswahl nach Verwendungszweck bzw. Typ

In unserer umfangreichen Übersicht findest du alle gängigen Fernglas Typen. Die beliebtesten Typen zeigen wir dir nachfolgend.

Auswahl nach Kennzahlen

  • Ferngläser werden mit zwei Zahlen und einem “x” gekennzeichnet. Die Zahl vor dem “x” bezeichnet den Vergrößerungsfaktor, während die Zahl nach dem “x” den Durchmesser der Hauptlinsen angibt.
  • Zoom-Ferngläser haben zwei Werte vor dem “x”, die durch Bindestrich getrennt sind.

Dabei ist zu beachten, dass mit steigendem Vergrößerungswert ein trüberes Bild und ein verengteres Gesichtsfeld entstehen. Die Fokussierung wird zunehmend schwieriger, bis Du schließlich ein Stativ zum Halten des Bildes benötigst. Hierauf ist bei der Auswahl des geeigneten Gerätes für Deinen Einsatzzweck zu achten.

Auf der anderen Seite gilt, dass größere Objektive zwar mit ihrem hohen Lichteinfall punkten, dafür aber gewichtsmäßig schwerer sind als kleinere Objektive. Auch hier musst Du nach dem von dir geplanten Einsatzzweck entscheiden.

Ein weiterer Wert ist die sogenannte Austrittspupille, die bezeichnet, wie viel Licht in Dein Auge gelangt.

Weitere Codes für Ferngläser werden durch Buchstaben vorgegeben:

C bedeutet eine Teilbeschichtung der Linsen, FC weist auf eine Beschichtung aller Glaslinsen hin, MC auf eine Teilbeschichtung mit mehreren Beschichtungen und FMC auf die Mehrfach-Beschichtung aller Glaslinsen. Für einen professionellen, häufigen Einsatz wirst Du eine Mehrfachbeschichtung wählen, denn Du brauchst dabei eine hohe Qualität.

Interessant – besonders für Brillenträger – ist auch der Abstand zwischen den Okularen, der regelmäßig zwischen 5 und 20 mm liegt. Brillenträger brauchen zwischen 13 und 14 mm Abstand.

Kennzahlwahl für übliche Einsatzzwecke

  • Universal-Fernglas – zwischen 8x25 bis 10x44 auf – zwischen 300 und 900 Gramm schwer
  • Kompaktferngläser – zwischen 6x18 bis 10x25 – zwischen 180 und 300 Gramm schwer
  • Jagdgläser – zwischen 7x50, über 8x42 und 8x56 bis 9x63 – sehr gute Detailtreue bei einem Gewicht von 870 bis 1500 Gramm