Einleitung

Gerade Fernglas-Anfänger fragen oft nach der Reichweite eines Fernglases. Dabei werden die Begriffe Reichweite, Linsendurchmesser und Vergrößerung oft unzulässig miteinander verknüpft. Einige Erläuterungen dazu gibt der folgende Artikel.

Auf der Erde ist der Horizont die Begrenzung

Bei der Beobachtung erdgebundener Objekte ist die Frage der Reichweite sehr schnell geklärt. Allein der Horizont ist die Grenze der Beobachtung. Der Vergrößerungsfaktor spielt für die Reichweite an sich keine Rolle, nur die Größe des beobachteten Objekts wird dadurch bestimmt. Auch der Linsendurchmesser ist unerheblich für die Reichweite.

Himmelsbeobachtung

Bei der Beobachtung nicht erdgebundener Objekte sieht die Sache etwas anders aus. Betrachtet man etwa Sterne am Himmel, werden diese mit zunehmender Entfernung entsprechend lichtschwach. Bei dieser Beobachtung kommt es also entscheidend auf die Größe des Linsendurchmessers an. Je größer der Durchmesser, desto höher die Lichtstärke der Linse. Man teilt Sterne daher auch in Größenklassen ein, die mit ihrer Helligkeit gekoppelt sind. Je höher die Klasse, desto schwächer das Licht. Bereits ein Fernglas mit den Werten 8x50 kann Beachtliches leisten: Es erreicht Objekte bis zur 8. Größenklasse und Überwindet so rund 20 Lichtjahre.