Zoom Fernglas

Zoom Fernglas: Beratung und Tests

Zoom Ferngläser bieten eine komfortable und variable Möglichkeit, die Vergrößerung stufenlos anzupassen. Im Gegensatz zu normalen Ferngläsern wird die Vergrößerung vor dem Objektivdurchmesser mit „von“-„bis“ angegeben. Als Beispiel wäre hier zum Beispiel das Olympus 8-16x40 Zoom DPS-I zu nennen.

Herausforderungen bei einem Zoom Fernglas

Die Zoomfunktion sorgt bei Ferngläsern dafür, dass die Hersteller vor einer sehr großen Herausforderung stehen. Alle Vor- und Nachteile wollen wir in den folgenden Absätzen näher erläutern.

Asynchrone Monokulare

Für die Zoomfunktion muss jedes Monokular des Fernglas variabel angesteuert und mechanisch gelagert sein. Bei jedem Zoomvorgang muss die Technik im Fernglas dafür sorgen, dass die beiden Monokulare zu 100% synchron angesteuert und eingestellt werden.

Dies ist jedoch in nahezu allen Fällen unmöglich und führt dazu, dass das Bildergebnis (Schärfe, Helligkeit, …) nicht mit dem eines Standardfernglas zu vergleichen ist.

Bei der Nutzung eines Zoom Fernglas muss also mit einer gewissen Toleranz gegenüber der Bildqualität gerechnet werden. Selbstverständlich investieren Hersteller wie etwa Olympus unmengen von Zeit und Geld in die Entwicklung von immer besseren Zoom Ferngläsern.

Ohne Stativ kaum nutzbar

Da Zoom Ferngläser meist für hohe Vergrößerungsfaktoren ausgelegt sind und auch genutzt werden, steht der Anwender stets vor der Herausforderung, dass das Fernglas stabilisiert werden muss.

Bei Vergrößerungen jenseits der 12x sollte stets eine Stabilisation, also ein Stativ oder zumindest eine Ablage, genutzt werden. Selbst erfahrene Fernglasnutzer schaffen die Stabilisation mit den Händen kaum.
Hinzu kommt, dass Zoom Ferngläser meist über einen Kilogramm wiegen, das Beobachten auf Dauer also ohnehin nicht ohne ein Stativ möglich wäre.

Eine kleine Auswahl an Fernglas Stativen:

Nicht für den alltäglichen Gebrauch geeignet

Auf Grund mehrerer Faktoren, welche in den oberen Absätzen näher erläutert wurden, ist ein Zoom Fernglas nicht für den alltäglichen Gebrauch zu empfehlen.

Durch die sehr geringen aber dennoch ausschlaggebenden Abweichungen der Monokulare muss die Bildqualität leiden. Auf Grund der sehr komplizierten Technik kann auch gesagt werden, dass eine gute Bildqualität insbesondere durch den Preis beeinflusst wird. Eine gute Qualität wird zumeist erst bei Ferngläsern ab 500 € erreicht.

Zoom Ferngläser mit Lichtverlusten

Da Zoom Ferngläser in der optischen Einheit mehr Linsen besitzen, kann es bei einer niedrigeren Vergütung der Linsen zu Lichtverlusten und Farbsäumen kommen. Auch dies ist ein Grund dafür, warum eine gute Bildqualität erst ab ca. 500 € erreicht wird.
Aber auch bei Modellen von über 500 € und mehr gilt: leichte Lichtverluste sind möglich, ebenso Farbsäume.

Die Vorteile eines Zoom Fernglas

Ein Fernglas mit Zoom ist allgemein gesehen kein schlechtes Gerät, im Gegenteil: Die stufenlose Zoomfunktion bietet ein großen und variablen Zoombereich. Dieser eignet sich vor allem für die Langzeitbeobachtung.

Stufenloses Zoomen möglich

Die Angabe der Vergrößerung lässt es schon vermuten (z.B. 10-30x), dass der Zoom stets variabel eingesetzt werden kann.
Dies ist zugleich bester und einziger richtiger Vorteil eines Zoom Fernglases.

Angebot & Testsieger

Da die Technik kompliziert, fehleranfälliger und teurer ist, ist das Angebot und der Wettbewerb eher gering. Im Vergleich zu Ferngläsern für die Jagd, das Theater oder zum Wandern ist das Angebot sehr überschaubar.

Wir haben uns dennoch die wenigen Zoom Ferngläser angesehen und für dich getestet. In unserem Zoom Fernglas Test haben wir vor allem auf die Qualität und Synchronisation der Monokulare geachtet.
Wichtig war uns auch, dass der Hersteller einen möglichst lange Garantiezeit anbietet.

Hersteller von Zoom Ferngläser

Derzeit bieten nur wenige Hersteller ein Fernglas mit Zoomfunktion an. Aktuell bieten folgende Hersteller diese an:


Quellen, weitere Infos & Credits: